Online-Lehre

Am Abend des 10. März 2020 kam die Absage zur 49. dghd-Konferenz als Präsenztagung mit knapp 700 Teilnehmenden in Berlin. Am 11. März startete die Onlinekonferenz digi_hd2020! Was für eine Leistung! Parallel zu den letzten Tagungsvorbereitungen hatten die Organisatoren_innen kurzfristig bereits Online-Sessions aufgesetzt und E-Moderatoren_innen akquiriert.  Ich bin überzeugt, dass diese prompte, praktische Erfahrung mit online-Plattformen für die gesamte Community und auch für mich ganz persönlich ein großer Gewinn war. Noch im März fand dann bereits mein erster Online-Workshop im Rahmen der Hochschuldidaktischen Wochen der Hochschule Magdeburg-Stendal statt, dem viele folgten. Was ich dort und an anderen Hochschulen mitbekommen habe, ist eine enorme Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der beteiligten Personen, die diesen Wandel möglich gemacht haben.

Online-Angebote brauchen andere oder doch zumindest (deutlich) angepasste didaktische Konzepte. Diese Anpassungen sowie Neukonzeptionen vorzunehmen wird uns sicher noch weiter beschäftigten.

Zwischenzeitlich festzuhalten ist:

Es geht – es geht sogar vielmehr als gedacht: Lehre und Workshops. Aber auch Gruppencoachings und kollegiale Beratung. Einzelcoachings sowieso.

Es fehlt aber auch – an direktem Kontakt: das hochgeschätzte, vielfach wichtige kleine Gespräch am Kaffeestand.

Dennoch wir können zufrieden sein und auch stolz: Es ging weiter! Und wir können optimistisch sein, wenn es sein muss, schaffen wir das auch noch länger. Und: ich freue mich auf alle Präsenzveranstaltungen!

 

 

Vom Fishbowl zur digi-Session: Onlinekonferenz digi_hd 2020

Die für den 12. März 2020 geplante Diskurswerkstatt „Dialogische Feedback- und Evaluationsverfahren für die Hochschulentwicklung“ im Rahmen der 49. dghd-Jahrestagung in Berlin fand kurzfristig online statt. Ganz im Sinne einer Diskurswerkstatt und in Übereinstimmung mit unserem Thema hatten wir eine partizipativ gestaltete Werkstatt geplant, als wir uns Montag mittag vorausahnend für einen Transfer in eine digitale Session via Adobe Connect entschieden. Die Methode war anders, das Online-Setting erst recht, geblieben ist der Ansatz des gemeinsamen Denkens und Entwickelns: Es gab regen Austausch via Chat und Wortmeldung, großes Interesse und Zulauf.

 

 

 

Topp-Tipp-Talk: Kurzbeschreibung auf der dghd-Seite

Mitglieder der dghd-AG Qualitative Feedback- und Evaluationsmethoden haben Kurztexte zu von ihnen (weiter-)entwickelten bzw. erprobten Feedback- und Evaluationsmethoden erstellt. Diese stehen auf der Webseite der dghd zum Download allen Interessierten zur Verfügung. Darunter Beiträge zum Evaluationsparcour, zur personenbezogenen Evaluation, diversen TAPs (klassisch, studiengangsbezogen, großgruppenkompatibel) und auch ein Beitrag von mir zur selbstgesteuerten Gruppenevaluation. Hier geht es zur Kurzbeschreibung (PDF).

 

Gruppenbeitrag auf der 49. dghd-Tagung

Der Aufruf zur Beteiligung an der 49. dghd-Tagung in Berlin innerhalb der AG Qualitative Evaluations- und Feedbackmethoden (QFEM), fand großen Zuspruch. Den Call unter der Überschrift

Hochschullehre als Gemeinschaftsaufgabe 

miteinander – kooperativ – integrativ

und dem Themenfeld „Die Hochschule als lernende Organisation – Möglichkeiten der Zusammenarbeit“ sahen Anke Timmann (Universität zu Lübeck) und ich als Aufforderung die Möglichkeit der Zusammenarbeit insbesondere durch qualitatives Feedback und studentische Perspektiven herauszuarbeiten und aufzuzeigen. Im Team mit Cornelia Grunert (Universität Leipzig), Anna-Linda Sachse und Sara Salzmann (Universität zu Köln), Melanie Franz-Özdemir (HfK Bremen), Jürgen Reimann (RSH Düsseldorf), Karin Wessel (HMTM Hannover) sowie Petra Weiss (PH Zürich) sind wir auf der Tagung mit einer Diskurswerkstatt vertreten.

 

 

 

Neues Format: Spotlight auf die Lehrkraft – Feedback zur eigenen Lehrkompetenzentwicklung

In der vertrauensvollen und produktiven Zusammenarbeit mit Christa Wetzel vom Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung (ZHH) der Hochschule Magdeburg-Stendal habe ich ein neues hochschuldidaktisches Format für den Bereich Feedback und Evaluation entwickelt: Spotlight auf die Lehrkraft. Ausgangspunkt für die Neukonzeption war die Beobachtung, dass viele Lehrende gerade nach der vielerorts erfolgten Umstellung auf kompetenzorientierte Evaluationsbögen Bedarf an Rückmeldungen hinsichtlich ihrer eigenen Lehrkompetenzentwicklung haben. Nach der ersten sehr erfolgreichen Durchführung freue ich mich auf viele weitere Gelegenheit, um mit Lehrenden an deren Potenzialen, Visionen und Kompetenzen arbeiten zu können.

Mehr dazu unter https://www.julia-weitzel.de/portfolio/hochschuldidaktik/